Archiv für den Monat: August 2013

Luftballon

Pia

Die Bahn kam zum Stehen, ich stieg aus, lief die Treppe aus dem Bahnhofsgebäude heraus, überquerte die Straße und stand am Anfang eines Waldweges. Ich schaute noch einmal zurück dann lief ich in den Wald. Durch die Bäume fiel das Sonnenlicht. Schon lange lief ich nicht mehr auf dem Weg, der Duft des Waldes und das Sonnlicht trieben mich immer weiter in den Wald. Zwischen ein paar Bäumen, die einige hundert Jahre alt sein mussten, blieb ich stehen und legte mich auf den noch mit Laub bedeckten Waldboden. Ich blickte in die Baumwipfel. Ein roter Luftballon flog hoch oben am Himmel vorbei. Wo der wohl herkam? Es gab hier doch bloß viele Kilometer weit nur Wald. Bestimmt hatte er eine lange Reise hinter sich. Der Wind trug ihn fort und ich blickte wieder in die mit Sonnenlicht durchfluteten Baumwipfel.

Muscheln

Pia

Das Auto fuhr los. Das Ziel war Dänemark. 6 Stunden Fahrt mit Pausen wahrscheinlich um die 8 Stunden. Es ist Winter der Schnee liegt noch hier und da, aber wenn ich zurück aus dem Urlaub bin wird wieder neuer Schnee fallen. 1 Woche Dänemark darauf freue ich mich schon seit Wochen. Endlich mal weg aus der Großstadt. Ich setzte mir Kopfhörer auf, schalte meine MP3-Player an und höre leise Musik. Nach einer Weile schlaf ich ein. Als ich kurz die Augen aufmache sind wir kurz vor Flensburg. Ich schließe meine Augen wieder und schlafe weiter. Mein Freund weckt mich, wir sind schon in Dänemark und wollen eine Pause machen. Nachdem alle auf Toilette waren und wir uns alle die Beine ein wenig vertreten haben geht es weiter. Wir holen den Schlüssel für das Ferienhaus ab. Also wir beim Ferienhaus ankommen kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, das Haus wirkt noch größer und schöner als auf den Bildern im Internet. Alle gehen nach der anstrengenden Anreise früh schlafen.

Am nächsten Tag wollen einige zum Meer mit dem Auto fahren. Doch ich will lieber alleine dort hinlaufen. Als ich loslaufe fängt es an zu schneien. Ich laufe eine ganze Weile die Straße entlang und irgendwann komme ich zu den riesigen Dünen. Ich bahne mir meinen Weg vorbei an den Ferienhäusern und Dünen. Ich höre das Meer rauschen, es ist so laut, viel lauter als in meiner Erinnerung. Ich laufe eine Düne hoch die aussieht wie eine geöffnete Muschel. Immer wieder rutsche ich ein ab, irgendwann hab ich den Trick raus wie ich am besten hochlaufe ohne immer wieder runterzurutschen. Als ich oben auf der Düne stehe erfasst mich als erstes der kalte Wind. Ich bleibe stehen, ich kann mich nicht mehr bewegen, das Meer ist soweit. Jedes Mal bin ich davon überwältigt. Ich höre das Rauschen in meinen Ohren und schaue den Wellen zu wie sie sich am Ufer brechen.

Spiegelscherben

Pia

Der Himmel war ein einziges Grau. Es regnete. Obwohl ich nur meinen schwarzen Pulli trug, war mir nicht kalt. Ich lief die Straßen entlang, immer weiter, bis ich auf den kleinen Parkplatz vor der Brücke kam. Ich ging bis zur Mitte. Unter der Brücke sah ich zu, wie die S-Bahnen und Züge fuhren. Die Leute, die an mir vorbei gingen, schauten mich komisch an, aber das war mir egal. Ich richtete meinen Blick stur nach unten. Plötzlich kamen Erinnerungen wieder hoch. Von damals, wie er mir erst geschmeichelt hatte und dann so grausam zu mir war. Ich dachte mir nur: „Jetzt nicht weinen. Nur nicht weinen. Nicht hier. Nicht jetzt.“ Ich schluckte die Erinnerungen hinunter und meine Tränen mit. Ich setze mir meine Kopfhörer auf und stellte die Musik so laut es ging. Ich musste nach Hause, mein Pullover war vollkommen nass, dass störte mich zwar nicht, aber eine Lungenentzündung wollte ich auch nicht. Und so verließ ich die Brücke, ging zum nächsten Bahnhof und fuhr nach Hause.

Abends stand ich vor dem Spiegel und sah lange mein Spiegelbild an. Ich sah mir direkt in meine eigenen Augen und verlor mich darin. Die Erinnerungen kamen wieder und dieses Mal ließ ich sie zu. Vor meinem inneren Auge spielte sich ein Film meiner eigener Erinnerungen.

Ich fühlte seine Hände, wie er mich packte und mich fesselte um sicher zu gehen, dass ich nicht floh, was ich auch so nicht getan hätte, denn dazu hatte ich zu große Angst. Ich erinnerte mich an die Schmerzen, die unglaublichen Schmerzen, dabei und danach. Wie ich hinterher unter seiner Dusche stand und versuchte alles von mir abzuwaschen. Die Erinnerungen, wo und wie er mich berührt und gewürgt hatte. Es ging nicht. Nach 20 Minuten duschen fühlte ich mich immer noch unglaublich dreckig, nachdem ich mich angezogen hatte, warf er mich aus der Wohnung. Als ich später zu Hause ankam, merkte ich, dass mir meine Handgelenke wehtaten. Ich sah, dass ich rote Striemen hatte von den Fesseln. Mir tat damals alles weh.

Der Film von Erinnerungen brach ab.

Im Spiegel sah ich, dass ich Tränen in den Augen hatte. Ich wollte meine eigenen Tränen nicht sehen. Ich ballte die Hand zu einer Faust und schlug in den Spiegel. Er zerbrach in hunderte Scherben. Ich sehe ins Waschbecken, sehe die Scherben an. An Einigen haftet etwas Blut, ich öffne meine Faust. Sehe mir meinen Handrücken an, meine Fingerknöchel sind blutig, ein paar Scherben stecken drin. Doch es tut nicht weh.

Hausrundgang


Go – Rundgang


Eingang –


im Treppenhaus


Tischtennis


Flur zur Küche


Klaus am Telefon im Büro


Kicker-Tisch


Gemeinschaftsraum


Gemeinschaftsraum – Computer


Küche 1


Küche 2


Galerie über der Aula


Bar auf der Galerie


Blick in die Aula


Aula mit Bühne


Flur zwischen Jungen und Mädchenraum


Mädchenraum 1


Mädchenraum 2


Jungenraum 1


Jungenraum 2


Töpferraum mit Brennofen


Töpferraum Regal


Töpferraum Fliegendes Ton-Schwein


Töpferraum Kunst-Werke


Bewegungsraum


Bewegungsraum – Boxsack


Kreativ- und Nähraum


Ruth im Theater-Fundus


Graffiti-Mauer 1


Graffiti-Mauer 2

Hausrundgang Bildergalerie

U18 Wahl im go


Am 13. September findet die bundesweite U18 Wahl statt. Unser Club ist, wie in den vergangenen Jahren, Wahllokal. Vorher schon mal: Wahl-o-mat! Und danach zur Wahl-Party.

Tag am Meer